Arbeitsgruppe "Respekt, Mobbing und Gewalt"

Auch dieses Jahr ist das Thema "Respekt" für die Schule von zentraler Bedeutung. Sie als Eltern haben uns mitgeteilt, dass Ihnen auch die Thematisierung von Mobbing und Gewalt sehr am Herzen liegt.

Wir nehmen Ihr Anliegen ernst und werden uns in diesem Schuljahr intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen und versuchen Ihnen, liebe Eltern, als auch Ihren Kindern ein attraktives Angebot offerieren zu können.
 

Bericht zum Kurs "Luca & Lea - Die Sicherheitsschule" mit Jürg Steiner

März 2011, Schulhaus Talacker

Die Gruppe Gewalt und Mobbing des Elternrats organisierte in Zusammenarbeit mit den anderen Elternräten von Uster das Projekt Luca und Lea. Luca und Lea ist eine Sicherheitsschule für Kinder, Eltern und Lehrpersonen, welche an 3 Nachmittagen stattfand. Der Sicherheitsausbildner Herr Jürg Steiner ist ein ehemaliger Polizist und trainierte die teilnehmenden Kinder mit praktischen Uebungen.

Die Kursziele waren 1. Gefahren sehen und darüber reden (Kind spricht mit einer Vertrauensperson darüber), 2. Auswege üben (sofort reagieren wenn eine Person Kind sexuell belästigt oder mit Gewalt droht), 3. Eigene Stärken und Schwächen und Stärken spüren.

Mit einfachen Beispielen und Übungen wurden das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt und das Verhalten in kritischen Situationen geübt. Die Kinder lernten wie man den Schulweg selbstsicher zurücklegt und wie man reagiert, wenn man von Fremden angesprochen wird. Jedes Kind konnte üben und erleben wie es laut „Nein, Stopp!“ schreien und sich entziehen kann, wenn es von jemandem angelockt oder angefasst wird. Schlussendlich erhielten die Teilnehmer eine kleines Handbuch, um das Erlernte mit den Eltern zu Hause nochmals durchgehen zu können.

Die Nachmittage waren so humorvoll verpackt, so dass nicht nur die Kinder, sondern auch die begleitende Elternperson keine Langeweile aufkommen liessen. Das Engagement von Herrn Steiner liess Kinder und Eltern mitreissen. Die Kurstage waren für Eltern und Kinder ein voller Erfolg. Wir hoffen, dass eventuell in Zusammenarbeit mit der Schule und Herrn Steiner noch mehr für die Gewaltprävention getan werden kann.

Regula Tillman-Zünd

 

Bericht zum Vortrag "Mobbing / Gewaltpräventation" mit Jürg Mätzener und Ruedi Honegger

1. Februar 2011, 19:30 Uhr, Schulhaus Talacker

Jürg Mätzener und Ruedi HoneggerHaben Sie gewusst, dass Mobbing passiert, wo es auch zugelassen wird;  dass viele Mitglieder einer Gruppe (z.B. einer Schulklasse) daran direkt oder indirekt beteiligt sind und dass Mobbing sich nie von alleine auflöst? Dies und viel mehr haben die ungefähr 130 interessierten Eltern und Lehrpersonen erfahren, die am 1. Februar am Vortrag von Jürg Mätzener über Mobbing und Gewaltprävention teilgenommen haben. Jürg Mätzener hat uns den theoretischen Hintergrund geliefert und zusammen mit Ruedi Honegger vom Jugenddienst der KAPO wurde uns an konkreten Beispielen dargelegt, wie Mobbing abläuft und wie Eltern und Lehrpersonen damit umgehen können.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Beim Mobbing nehmen Mitglieder einer Gruppe verschiedene Rollen ein. Die „Täter“ haben normalerweise in der Gruppe einen hohen sozialen Status, fühlen sich durch ihr Handeln aufgewertet, mächtig und kompensieren so ihre eigenen schlechten Gefühle. Die typische Zielperson hat in der Gruppe einen niedrigen sozialen Status, ist verunsichert, fühlt sich ohnmächtig, sucht nach Verbündeten oder verdrängt die Sache. Andere Personen in der Gruppe sind entweder Helfer (ahmen nach um dazu zu gehören, haben Angst in die Rolle des Ausgegrenzten zu geraten) oder Möglichmacher (wissen, dass etwas schlechtes passiert, sind aber gleichgültig oder schadenfroh; sind froh nicht die Ausgegrenzten zu sein und fühlen sich nicht verantwortlich).

Um auf mögliches Mobbing aufmerksam zu werden, sollten Eltern sich bei den Kindern regelmässig nach deren Alltag erkundigen und dabei gut zuhören. Bei Verhaltensänderungen ist es als erster Schritt wichtig, dies anzusprechen. Stellt sich heraus, dass etwas Ungutes abläuft, soll als zweiter Schritt das Gespräch gesucht werden mit anderen Eltern, der Lehrperson, der Schulsozialarbeit, dem Schulpsychologischen Beratungsdienst oder dem Jugenddienst der KAPO. Als Drittes soll dann mit den Beteiligten an einen Tisch gesessen und eine Lösung gesucht werden. Die gemeinsam erarbeitete Lösung ist wichtig, eine einseitige Bestrafung der „Täter“ durch die Eltern würde sonst wieder auf das „Opfer“ zurückfallen.

Wichtig ist, und darin sind sich alle Fachpersonen einig: Mobbing darf unter keinen Umständen geduldet werden.

Wir danken Jürg Mätzener, Ruedi Honegger und Thomas Brändle von der Fachstelle Gewaltprävention Zürcher Oberland, dass dieser Informationsabend möglich wurde.

Ursula Limacher-Alge

 

Kurs "Training in Lebenskompetenzen (TiL)"

Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland bietet den Kurs "Training in Lebenskompetenz (TiL)" an. TiL richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die in der Schule immer wieder negativ auffallen und trotz allen eingesetzten schulischen Massnahmen kaum mehr tragbar sind. Im Kurs setzen sie sich mit ihrem Verhalten auseinander und erwerben Werkzeuge, mit denen sie schwierige Situationen im Schulalltag besser bewältigen können.

Lesen Sie mehr darüber im beiliegenden Bericht und auf der Home Page der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland.